| Highway to Hill ... |
Seite 12 von 16 Jetzt kommt mal ein milder Berg, der Ofenpaß. Stimmt nicht ganz, anfangs schon mild, jedoch die letzten km zieht das Ding ganz schön an, die Serpentinen werden enger und steiler. Die Natur erinnert an Kanada. Wunderschön. Wir müssen leider Zeuge eines bösen Unfalls hier in dieser traumhaften Gegend werden. Ein Moped crasht frontal in ein Auto. Ouch! Langsam wird die Sonne von den Wolken verdrängt. Hier und da ein paar Regentropfen. Außerdem wird’s arschkalt hier oben. Deshalb auch keine Rast am Peak, sondern sammeln und es geht direkt weiter. Ganz schön hart die Tour a........ Downhill durch den Müstair Nationalpark. Wie gesagt, wir befinden uns im europäischen Kanada. 10 km mit rasender Geschwindigkeit, aber jetzt Gegenanstieg 80-100 Höhenmeter. Wir haben nicht mehr viel Reserven zu verbrennen. Die Crew teilt sich in Dreiergrüppchen auf und kämpft verbissen gegen Wind und Kälte. Man will nur noch ans Ziel. Nochmal 8-10 km Abfahrt und wir erreichen Zernez. Mittlerweilen schüttet es wie aus Kübeln. Unser Hotel ist OK, nix wie die Vortage, aber OK und da wir uns in der Schweiz befinden, besser noch in der Nähe von St. Moritz, ist halt alles drei mal so teuer wie gestern. Opti. Keine Sauna, aber wir sind ausgefrohren. Also bleibt nur eins, das local Lido. Phil scheint zu wissen wohin wir müssen. Kurzer Fußmarsch und was weiß ich, 10 Euro pro Nase oder sowas? Verbrecher. Dafür ist die Innenausstattung des Bades Deluxe. Drei Duschen für Männlein und Weiblein gemeinsam. Davon eine kaputt und eine ca. 1,50 m hoch. Wärmeregelung negativ. Na da kann man sich vielleicht herrlich aufwärmen! Von Sauna, Whirl usw. keine Rede. Es gibt ein Schwimmer- Nichtschwimmerbecken mit Kinderpipi aus dem Vorschulalter. Einer der geistesgestörten Kids bewirft uns mit nem Ball. Findet er lustig, schwimmende Erwachsene abzuschießen. Wassertemperatur frisch bis kühl. Arschlecken – raus hier. Heim im Regen und sofort unter die heiße Dusche. Das hilft. Kurze Zeit später kommt der große Appetit. Frank wartet in der Lobby mit Phil, der gerade mal wieder n 10er für ne Scheibe Apfelstrudel im Stehen abgedrückt hat. Die Karte des Hotels erscheint uns dreien suspect, aber Richard hat hier gebucht und Richard ist angeblich Gourmet, also kann´s nur gut sein. Tische sind sowieso schon reserviert. Man findet sich ein und bestellt entweder Pizza oder Pasta. Änderungen der Speisekarte nicht möglich, weil a) Personal spricht ausschließlich ungarisch und b) Essen vorgefertigt. Heute morgen, oder gestern, keine Ahnung. Also bestellen wir halt was da ist und promt 6 min später steht es auf dem Tisch. Lekker! So frisch wie in der Autobahnraststätte. Dazu ein Weizen für sechs Euro, Salat kann ich mir nicht mehr leisten. Und dann hat die Kleine noch die Frechheit zu fragen, ob es geschmeckt hat. Einer der zwei Sätze Deutsch, die sie kannte. Frechheit! Der Abend ist kurz, wir sind fertig, morgen kommt das längste Stück der Etappe, 124 km Bergsport. Na dann gute Nacht! |
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| Letzte Aktualisierung ( Thursday, 16. November 2006 ) | ||||||||||||||||||
Highway to Hill