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Highway to Hill ...
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Day 7

Last Day. Versammlung am Marktplatz bei Topwetter. Man wartet auf Bonbon. Letzte Vorbereitungen am letzten Tag. Mit 20 min Verspätung rollt er ein. Cool wie üblich ignoriert er sein zu spät kommen. Na gut....halt, warum die Verspätung? Paul musste noch eine Apotheke suchen um einen Schnuller zu kaufen. Schnuller wird an der Rückseite des Trikots angebracht. Wer langsamer ist wie ich- muß lutschen! Aha! Nun, Damen und Herren, das ist eben Schwarzwälder Humor...

Das erste Schmankerl heute ist eine Radrennbahn in der Nähe von Clés. Keine Ahnung wie Phil die gefunden hat. Aber wir lassen uns überraschen. Let´s give it a spin! Keiner von uns hat Bahnerfahrung. Von daher mal ganz lustig, Steilkurven zu heizen. Aber mit starrer Übersetzung hier reinschüren wie die Pros, ne wär nix für mich. Kleiner apetizer, zurück auf Teer. Wir starten in Europas größtem Obstanbaugebiet. Und hier bleiben wir auch die nächsten 90 km. Es geht im Tal hoch nach Spomaggiore östlich entlang der Brentagruppe. Heute gibt’s Gott sei Dank mal keine Ausreißversuche und Spurts. Man fährt gemütlich beisammen. Wenn man bei 500 Höhenmetern beim ersten Anstieg von gemütlich sprechen kann. Wir überholen eine Crew von drei Jungs mit nacktem Oberkörper und Rennrädern aus den 80ern. Tennisschuhe und Pedalhaken..und ich dachte die GayParade findet in Köln statt.

Bei mir macht sich das Frühstück bemerkbar. Dringend Klo bitte, aber dringend. Jeder Radler kennt das Gefühl, wenn dringend die Schüssel her muß, da macht Berge kneten plötzlich gar keinen Spaß mehr – da, eine Kneipe! Ich renne rein, durch die Herrentüre, will gerade die Hose runterziehen...Nein! Das ist ein Stehklo! Sind wir in Asien hier. Also kneifen und wieder auf`s Bike. Kilometer für Kilometer vergeht mit steigendem Druck in der Magengegend. Mezzo Combardo, hier gibt’s bestimmt ein Klo. Tatsächlich, Ristorante xy, ich rein, samo procedure as before, Hose in der Hand, bereit zum...NEIN! Ist das wahr, schon wieder Stehklo. Die nächsten km stehe ich nur unter Qualen durch, aber in Andalo soll mein Traum Wriklichkeit werden. Erlösung.

Ne kleine Pause, dannach rüber zum wunderschönen Molvensee. Der Verkehr nimmt etwas zu. Wir lassen den Weiher links liegen und überqueren den Passo Ballino nach Tenno. So, nun haben wir so ca. 1200 Höhenmeter in den Beinen. Sichtlich erschöpft. Aber der Blick auf unser Gesamtziel, den Gardasee schweißt uns ein letztes mal zusammen. 12 km Downhill durch die Obstberge. Am Lago angekommen geht’s direkt auf die Promenade. Wir laufen ein wie die Könige und schmeissen uns direkt an Phillips favourite Cafè um nen Segafredo mit Apfelstrudel reinzuwürgen.

Morgen bringt uns Rich zurück ins Allgäu und von dort kann jeder schauen, wie er heimkommt.

Anyway, war mal wieder ne spannende Reise mit einem bunten Gemisch von freaks und Leistungssportlern, di aber glücklicher Weise das selbe Ziel verfolgen:
The joy of riding a bike.

www.matt-holiday.com

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 16. November 2006 )