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Highway to Hill ...
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Ein Wasser bitte 1,60 Euro und eine „Bike“ in der steht was ich sowieso schon weis.
15.04 Uhr: we’re rolling. Will eigentlich was schreiben, aber die „Fränkische Schweiz“ im Sonnenschein, die da so an mir vorbeifliegt, läßt mich nachdenken. Ich bin schon lange nicht mehr Zug gefahren und gerade dieser Pendolinotrip erinnert mich wieder an die tausendmal wenn ich immer wieder zurück nach Londen geflogen bin. Bayreuth-Nürnberg-Heatrow-Brixton! Nie wieder! Acht min Aufenthalt in Ngb., dann nach Augsburg, Zug voll. Dann Buchlohe, wo immer das sein mag und eine hübsche Dame mit Pagenkopf sitzt mir schräg gegenüber. Ich mag das, Sie ließt, ich schreibe. Beide gucken immer mal den anderen an, selbstverständlich so, dass die gegnerische Partei nichts davon mitbekommt. Bescheuert oder, zwei Erwachsene Menschen zwischen 30 und 40. Wie die Teenies. Sie steigt aus! Aber danke für den Smile, den sie mir mit auf die Tour gibt. Vielleicht einen Tick zu schmale Lippen. Aber schmal geht auch, war alles schon da. Highway to Hill ...

Nächster Umstieg irgendwo im Allgäu. 3 min. Zeit. Welches Gleis Herr Schaffner? Ähh....7, Gleis 7- sie kommen auf 6 rein also direkt gegenüber ansonsten Kollegen fragen. Aber ich hab nur 3 min Zeit, viel Platz ist da nicht. Doch, doch, Kollege immer am Bahnsteig! OK, wenn nicht, sitz ich hier über Nacht irgendwo im Allgäu bei den Kühen fest. Nee, kein Bock auf Maria und Josef. Ankunft 1 min zu spät, ich hetze zum anderen Bahnsteig rüber, zwar Zug, aber leer. Ein Ehepaar mit Kind will ebenfalls nach Fischen und sind dann eingestiegen. Ich frag sie, ob richtig, während wertvolle Sekunden durch die Finger gleiten. Äh..ah..Mann, der ist leer, seht ihr das nicht? Leer, empty, dead! Äh..äh..kommt die Durchsage, daß die Kiste auf Gleis 9 zum einsteigen bereitsteht. Du Scheisse, im Clever- und Smartstyle heizen wir mit Ultraschall durch die Unterführung und schwups im Regionalexpress nach Fischen. .....,tut mir jetzt das Kreuz weh. Mit alldem fetten Fotoequipment auf meinen beiden Bandscheibenvorfällen zu sprinten – no good.

Meine Güte Fischen? Doch, ein Taxi, das Dorftaxi ist da. Ein Bus, kostet aber wie normal taxi. Er bringt mich in den „Gasthof Frohsinn“, einer schicken Hotelanlage. Die Decke ist wie das ganze Gebäude in 18.Jh-Stil gebaut- Loch, also ca. meine Kopfhöhe. Mag ich gar nicht. Die Rezeption fühlt sich an wie das ½ Stock Büro in „Being John Malkovich“.

Die Herrschaften Bike Alpin sind bereits im Speisesaal. Vorsichtig öffne ich das Tor, schreite die Treppe hinab, gut - über 2m hoch hier. Und da sind meine Freunde für eine Woche...AHA. Hi, bin M der Fotograf. Stille. Dann Phillip der Guide – äh, ja nimm Platz wir haben ja schon auf dich gewartet. Na das sehe ich. Konversation höre ich mir ca. 30 sec an – war klar ich bin wieder mit Hochleistungsathleten unterwegs. Einer von 6 bestellt sich ein Weizen, wird ausgelacht. Tolle Witze werden gerissen. M bestellt sich ein Wasser. Alkohl – igitt, was machst du blos? Ich geh ans Buffet und belege mein Tablett mit kalter Gänsebrust, kalten Bratkartoffeln an kalter Gänsesoße. Lekker kalt! Gang 2: Lachs, Schinken, Käseplatte, Melone und eau Minerale. Eh Phillip- die ham hier ne Saune oder? Glaub sogar ein Schwimmbad! Echt? Noch`n Häppchen Brie, servus gute Nacht.

Die nächste Stunde räkel ich mich im Whirlpool, um die Crew konnte ich mich leider nicht kümmern. Ich teile mein Zimmer mit Phillip. Hasse es mit Freunden im Doppelbett zu schlafen, soll aber so sein. Gegen 10 kommt er rein, ich noch am schreiben auf dem Balkon. Aber hey, ganz nett der Junge. Zwar unnormal auf dem Hochleistungstrip und hauptberuflicher Bike -Guide seit 4 Jahre, aber ok. Die Fahrradleidenschaft verbindet uns. Man tauscht noch lange Erfahrungen und Fachsimpeleien aus. Evtl. sind wir Anfang 80er mal Radrennen zusammen gefahren, Hemminger Turm Kriterium Frankfurt z.B. Er kommt aus Mainz, wohnt aber in Europa. Immer aus dem Koffer, immer auf dem Rad. Und wenn Du schnarchst erwürge ich dich! Ca. 20 min nachdem der gute Guide die Zahnpasta zugedreht hat, doht er neben mir zu ersticken. War ja klar. Ich stoß ihn leicht an, sag was, nutzt nix. Der Kerl schnarcht als hätte man ihm seine Eier in den Rachen gestopft. Kein Weg das zu ändern.

In den frühen Morgenstunden ergibt sich mein Körper. Paar Stündchen später schellt der Wecker.



Letzte Aktualisierung ( Thursday, 16. November 2006 )